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Brunnenpumphaus in Bern

Abb. 1 – Das Brunnhaus an der Brunnmattstrasse 10 in Bern.

Das Brunnenpumphaus in Bern.

Schon früh hatte man in der Stadt Bern versucht, Grundwasser aus tiefer gelegenen Vorkommen auf ein höheres Niveau zu pumpen, um damit die Brunnen der Innenstadt zu versorgen.

Das 1585 erstmals erstellte und 1730 neu aufgebaute Pumphaus wurde in den Chroniken als einzige maschinelle Anlage für künstliche Wasserhebung der Stadt Bern erwähnt. Nach dem Bau dieser ausserordentlichen Anlage, hatte der Chronist seinerzeit berichtet: «Am 8. Oktober 1585 spielte die Wasserkunst zum ersten Male.».

Ein von der Laupenstrasse abzweigender Stadtbachkanal lieferte mit seinem Wassersturz die Energie, um das trinkbare Grundwasser der tiefer liegenden Brunnmatt in eine höher gelegene Brunnstube zu pumpen, von wo es in die Stadt geleitet werden konnte. Das Brunnenpumphaus, auch Brunnhaus genannt, steht noch heute an der Brunnmattstrasse 10 in Bern (Abb. 1).

Ursprünglich war die Wasserkraft mit einen oberschlächtigen Wasserrad genutzt worden, bevor dieses durch ein horizontal liegendes Wasserrad (Abb. 2) ersetzt wurde, bei dem ein gezielter Wasserstrahl weniger Wasser benötigte, um die Pumpe zu betreiben.

1881 wurde dann ein moderneres Pumpwerk – eine vierzylindrige Plungerpumpe – eingebaut. Der Betrieb wurde aber 1911 eingestellt, da ergiebigere Quellen gefasst worden waren. Zum Anlass des 100-Jahre-Jubiläums wurde die Anlage vollständig restauriert, so dass sie heute wieder funktionstüchtig ist.

Abb. 2 – Das horizontale Wasserrad, das durch Wasser aus dem Stadtbach betrieben wurde.

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