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Das Heidenhaus

Abb. 1 - Das Heidenhaus.

Das Heidenhaus im Grossgschneit, Mittelhäusern.

Wenn man sich in Niederscherli statt der Schwarzenburgstrasse Richtung Schwarzwassergraben zu folgen, südlich nach Bifit, Farnern und Riedburg wendet, findet man auf der Anhöhe das zum Weiler Grossgschneit gehörende Heidenhaus oder Grosshaus genannte Bauernhaus (Abb. 1), das sich von den übrigen Bauernhäusern der Region unterscheidet. Beim eigentümlichen Gebäude, einem sonderbaren, halb burgähnlichen, halb klösterlichen Bau, handelt es sich um ein spätgotisches, hölzernes Herrenhaus, das wahrscheinlich etwa zur Jahrhundertwende 15./16. Jh. entstanden ist. Die Fundamente gehen möglicherweise auf das 14. Jh. zurück.

Die prunkhaften, spätgotischen Schnitzereien – Türbogen  (Abb. 2 und 3) – , die bei einem Umbau im letzten Moment gerettet werden konnten, bekunden einen Reichtum der Ausstattung, der sonst bei keinem Bauernhaus der Frühzeit des 16. Jh. bekannt ist. Die Türbogen und andere Bestandteile befinden sich im Historischen Museum in Bern.

Abb. 2 - Türbogen (im Museum).
Abb. 3 - Türbogen (in situ).

Erst gegen Ende des 19. Jh. verlor sich der Eindruck eines herrschaftlichen Gutes und trat die Erscheinung als Bauern in den Vordergrund. Aber auch heute noch nimmt man das Haus als ungewöhnlich wahr, weil es vom vertrauten Baustil abweicht.

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